Das Programm ITER Physics

Die Abteilung ITER-Physics koordiniert Experimente in nationalen Anlagen, um sicherzustellen, dass ITER nach seiner Inbetriebnahme die in die Maschine gesteckten Erwartungen erfüllt. Nachfolgend eine Liste der wichtigsten Forschungsthemen, die im Rahmen von ITER Physics verhandelt werden.

Nutzung von JET

Die Forschung bei JET konzentriert sich auf folgende Themenbereiche: JET-Experimentkampagnen, Untersuchung plasmanaher Komponenten für ITER, technologische Nutzung des Deuterium-Tritium-Betriebs in Vorbereitung auf ITER und Verbesserungen an JET.

Mittelgroße Tokamak-Kampagnen

Experimente mit mittelgroßen Tokamaks, also mit ASDEX Upgrade, TCV und MAST Upgrade, ergänzen die Arbeit bei JET. Die mittelgroßen Tokamaks haben jeweils spezielle  experimentelle Fähigkeiten und Schwerpunkte und eine große Flexibilität. Aus den Ergebnissen dieser Experimente werden Hochrechnungen und Rückschlüsse für den Betrieb von ITER und DEMO erarbeitet.

Divertortest-Tokamak

Der Divertor ist eine Komponente des Fusionsreaktors, in der Verunreinigungen, die durch die Fusionsreaktion enstehen, entfernt werden. EUROfusion prüft derzeit, ob eine gesonderte Testeinrichtung für Divertoren nötig ist oder ob Versuche an speziell aufgerüsteten, bereits vorhandenen Einrichtungen ausreichende Kenntnisse für die Anforderungen an die ITER- und DEMO-Divertoren liefern können.

Plasmanahe Komponenten

Im Bereich plasmanahe Komponenten konzentriert sich die Arbeit von EUROfusion auf die Entwicklung neutronenresistenter Materialien. Diese Experimente finden in den linearen Anlagen Magnum-PSI und JULE-PSI sowie im Tokamak WEST statt.

Stellaratorforschung

Stellaratoren sind mögliche langfristige Alternativen zu Tokamak-Fusionskraftwerken. In Wendelstein 7-X finden Forscher derzeit heraus, ob dieses komplexe Anlagenkonzept das Potzential hat, auch ein zukünftiges Fusionskraftwerk zu stellen.

Nutzung von JT-60SA

JT-60SA ist ein weiterentwickelter Tokamak, der derzeit von Europa und Japan gebaut wird. Seine Inbetriebnahme ist für 2019 angesetzt. Die Zielsetzung von JT-60SA ist es, den Parameterbereich für zeitlich stabile Plasmen zu bestimmen, die für den Betrieb von ITER geeignet sind.