Hauptmerkmale von JET

Das Herzstück von JET ist das Vakuumgefäß, in dem das Fusionsplasma durch starke Magnetfelder und Plasmaströme (bis zu 4 Tesla- und 5 Mega-Ampere) eingeschlossen wird. In der gegenwärtigen Konfiguration beträgt der große Radius des Plasmatorus 3 Meter, der kleine Radius 0,9 Meter. Das Gesamtplasmavolumen beläuft sich auf 90 Kubikmeter. Über einen Divertor am Boden des Vakuumbehälters können entweichende Wärme und Gase kontrolliert abgeleitet werden. Seit 2011 besteht die erste Wand des Vakuumbehälters aus Beryllium und Wolfram, den Materialien, die auch für ITER ausgewählt worden sind.

Andere herausstechende Merkmale von JET sind:

  • Ein flexibles und leistungsstarkes Plasma-Zusatzheizsystem, bestehend aus Neutralteilcheninjektion (34 Megawatt), Ionenzyklotron-Resonanzheizung (10 Megawatt) und Lower Hybrid-Heizung (7 Megawatt).
  • Rund 100 verschiedene Diagnostikinstrumente, die bis zu 18 Gigabyte Rohdaten pro Plasmapuls produzieren.
  • Ein Hochfrequenz-Pellet-Injektor für die Plasma-Einspritzung und für ELM-Stimulationsexperimente.
  • Ein gewaltiges Gasinjektionsventil um abrupten Plasmaabriss zu untersuchen.
  • Die Möglichkeit, die Anlage mit Tritium zu betreiben, was derzeit einzigartig ist.
  • Die Ausstattung, um mit Beryllium umzugehen, was  die Verwendung von plasmanahen Komponenten aus Beryllium gestattet.
  • Einrichtungen zum ferngesteuerten Arbeiten, die  auch schwierige technische Ingenieursarbeiten im Inneren des Vakuumgefäßes erlauben, ohne das Gefäß betreten zu müssen.

JET in aller Kürze

Plasmaradius (R): 3 m; Plasmavolumen: 79 m3; Magnetfeld: 4 T (toroidal)